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Dr. phil. Claudia Tanck

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Geplante Vorträge

Für den Bürgerverein Wentorf, die Freie Lauenburgische Akademie (FLA) sowie den Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg (beide siehe Links), Bezirksgruppen Büchen und Schwarzenbek, biete ich Abendvorträge kostenlos an.

Lfd. Nr.

Thema

Zeit und Ort

1.

Die Stecknitzfahrt zwischen Lüneburg und Lübeck

Als am Maria-Magdalenen-Tag, dem 21. Juli 1398, die ersten Salzprahme unter Glockengeläut in Lübeck eintrafen, war es eine Sensation: Auf dem ersten Wasserscheiden-Kanal Mitteleuropas war der Betrieb aufgenommen worden.
Zur Erleichterung des Salzhandels zwischen Lüneburg und Lübeck waren auf Initiative der Stadt Lübeck die Flüsse Stecknitz und Delvenau durch den „niegen Graben“ zu einer durchgehenden Wasserstraße zwischen Elbe und Trave verbunden worden. Mehr als vierhundert Jahre lang wurden auf diesem Wasserweg Salz, aber auch viele andere Güter transportiert. Der Ausbau der Wasserstraße mit einem ausgeklügelten Schleusensystem war eine technische Meisterleistung des Mittelalters.

Ebenso bedeutend war die Stecknitzfahrt nicht nur für die Wirtschaft der Region, sondern auch für die Hanse, denn ein Großteil des begehrten Konservierungs-Mittels Salz wurde über diesen Kanal nach Lübeck verschifft. Träger des Handels waren die Lübecker Salzfahrer und das Amt der Stecknitzfahrer. Noch heute erinnern technische Relikte im Gelände und Kunstwerke in Kirchen an den lukrativen, aber auch beschwerlichen Salzhandel zwischen Lüneburg und Lübeck.

(Bürgerverein Wentorf e.V.)

Donnerstag, 9. Mai 2019, 19.30 Uhr, Bürgerverein Wentorf, Alte Schule, Teichstraße1/ Hauptstraße, Wentorf bei HH.Alte Salzspeicher an der Obertrave in Lübeck


2.

Von Ansverus bis zur Nordkirche -
Kirchengeschichte des Herzogtums Lauenburg
unter besonderer Berücksichtigung der
Kirchengemeinde Büchen-Pötrau


Mit dem Mönch und Missionar Ansverus kam in der Mitte des 11. Jahrhunderts erstmals das Christentum in das Gebiet des heutigen Kreises Herzogtum Lauenburg. Aber erst nach der Gründung des Bistums Ratzeburg 1154 wurde eine kirchliche Struktur geschaffen, die in großen Teilen bis heute noch existiert. 1230 war die Bildung der Kirchspiele weitgehend abgeschlossen, und auch die Kirchspiele Büchen und Pötrau existierten damals.

Über das kirchliche Leben vor der Reformation gibt es nur wenige Quellen, aber in jener Zeit war Büchen wegen des wundertätigen Marienbildes ein regional bedeutender Wallfahrtsort. Die Reformation im Herzogtum Lauenburg brauchte 50 Jahre, um 1585 mit der Kirchenordnung von Herzog Franz II. zum Abschluss zu kommen. Im Dreißigjährigen Krieg erlitten viele Kirchspiele im Herzogtum Lauenburg großen Schaden, so auch Büchen und Pötrau, die aufgrund der Zerstörungen an Pastoraten und Kirchen zeitweise zusammengelegt wurden.

Ab dem späten 17. Jahrhundert verlief das kirchliche Leben im Herzogtum Lauenburg trotz mehreren Umbrüchen bei der Landesherrschaft in ruhigeren Bahnen. Die Veränderungen in der kirchlichen Ordnung mit der Eingliederung der Landessuperintendentur Lauenburg in die Schleswig-Holsteinische Landeskirche (1876) und in die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (1980) sowie die Fusion der Kirchenkreise Herzogtum Lauenburg und Lübeck (2009) wirkte sich auf das Gemeindeleben vor Ort wenig aus. Hier war es eher die rasante gesellschaftliche und politische Entwicklung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Veränderungen schufen, wie es sich auch an der seit 1966 vereinten Kirchengemeinden Büchen und Pötrau ablesen lässt.

(Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Büchen)

Donnerstag, 24. Oktober 2019,
Büchen

Gotteskasten in der St.-Marien-Kirche Büchen


3.

Ionien -

Brücke zwischen Griechenland und Orient


Im Mittelpunkt dieses Vortrages steht eine Region, deren Bedeutung für die Entwicklung der griechischen Kultur nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Im 11. und 10. Jahrhundert v. Chr. verließen Menschen Griechenland, um sich an der Küste Kleinasiens niederzulassen. Träger dieser Wanderung war vor allem der griechische Stamm der Ionier, weshalb der Landstrich zwischen Phokaia und Milet auch Ionien genannt wird. An der Küste wurden nach griechischem Vorbild Städte angelegt, die als autonome Stadtstaaten konzipiert waren. Im 6. Jahrhundert v. Chr. kamen diese Städte unter den Einfluss des Lyderreiches und anschließend des Perserreiches, konnten aber stets weitgehend ihre kulturelle und anfänglich auch ihre politische Selbstständigkeit wahren.

Dank dieser Konstellation - zum einen dem Meer zugewandt, zum anderen in das Hinterland eingebunden - wurde Ionien zum Mittler zwischen griechischer und altorientalischer Kultur. Religiöse Vorstellungen der Griechen verschmolzen mit denen der eingesessenen Bevölkerung, wie das Beispiel der Artemis von Ephesos zeigt, und in Ionien liegt auch die Wiege der griechischen Philosophie, die deutliche Einflüsse altorientalischer Weisheitslehren zeigt. Auch die Anfänge der systematischen Stadtplanung und die Übernahme des Münzwesens aus dem benachbarten Lydien liegen in Ionien.

(Freie Lauenburgische Akademie in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


Mittwoch, 6. November 2019, Schwarzenbek, Rathaus, Festsaal

Aphrodisas (Türkei), Museum, Statue,


 

Herzog Franz II. im Titel der Lauenburgischen Kirchenordnung von 1585

Stand:
15. November 2018

Ephesos (Efes, Türkei), Celsus-Bibliothek, Fassade

Foto: Alte Salzspeicher an der Obertrave in Lübeck

Foto oben: Gotteskasten in der St.-Marien-Kirche Büchen;

unten: Herzog Franz II. im Titel der Lauen-burgischen Kirchenordnung von 1585, Kirchenkreis-verwaltung Ratzeburg)

Foto oben: Aphrodisas, Museum, Statue,

unten: Ephesos, Celsus-Bibliothek, Fassade