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Dr. phil. Claudia Tanck

Rezension

„Salz der Erde - Licht der Welt“ heißt der reich bebilderte großformatige Band, der vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg heraus gegeben worden und beim Verlag Hinstorff in Rostock erschienen ist. Autoren sind die Historikerin Claudia Tanck, die neben ihrer Tätigkeit als Leiterin des kirchlichen Archivs mehrere Jahre lang intensiv die Geschichte der Kirche und der Kirchengemeinden im Norden Deutschlands studiert hat sowie der Architektur-Fotograf Manfred Maronde.


… (Für dieses Buch) musste (Frau) Tanck ungezählte Akten und Protokolle durcharbeiten, um die Geschichte … gründlich nacherzählen zu können. Theoretisch scheint es fast unmöglich, die beiden stark eigengeprägten Regionen der Hansestadt Lübeck und der Kirche im Herzogtum Lauenburg zusammen zu schließen. ... (Frau) Tanck vermengt in der umfangreichen geschichtlichen Einleitung die beiden Gebiete nicht.


Ausführlich wird zunächst die Geschichte der Kirche in Lübeck dargestellt. Danach geht es ins Lauenburgische. Spannungen zwischen kirchlicher und weltlicher Obrigkeit gab es hier wie dort, zwischen dem Lübecker Rat und dem Domkapitel mit dem Bischof an der Spitze ebenso wie zwischen den lauenburgischen Herzögen und dem Bistum Ratzeburg. Hier wie dort wurden sogar Päpste als Richter angerufen. Die geschichtliche Entwicklung von der Zeit um 950 bis zur Gegenwart wird genau beschrieben, bei aller notwendigen Detailfreude nicht ausufernd. Im lauenburgischen Teil gibt die Autorin durchaus zu, wenn die Quellenlage exakte Aussagen nicht erlaubt.


Verdienstvoll ist auch, dass die Entwicklung der letzten 50 Jahre - von den selbständigen Kirchen zur Nordelbischen, von der Nordelbischen zur Nordkirche - in Erinnerung gerufen wird. Bedenkenswert ist ferner, was die Leiterinnen der beiden Teilgebiete, Pröpstin Petra Kallies und Pröpstin Frauke Eiben, im Vorwort betonen, dass sich nämlich Kirche ständig wandelt und dass dies ein Zeichen gelebten Glaubens sei.


Im zweiten Teil des Bandes werden die Gemeinden, vor allem ihre Gebäude, porträtiert. Diesen „Bilderbuchteil“ auch nur durchzublättern, bereitet Vergnügen und lädt ein, sich das eine oder andere Gotteshaus im Lande anzuschauen. Dass es uralte Verbindungen zwischen dem Lauenburger Land und der Hansestadt gibt, wird am Verlauf der Alten Salzstraße verdeutlicht, oder mit dem Hinweis auf Dörfer und Gegenden im Lauenburgischen, die zu Lübeck gehörten oder der Stadt verpfändet waren. Ein empfehlenswerter Band für stille Stunden und ein Nachschlagewerk von bleibendem Wert.


(Konrad) Dittrich


(aus: Zeitschrift für Lübeckische Geschichte, Bd. 97/2017. Da nicht alle Aussagen zutreffen, wurden diese mit … ausgelassen, Einschübe stehen in Klammern.)

Titel des neuen Buches zur Geschichte des Kirchenkreises mit allen Gemeinden in Lübeck und Lauenburg